550 Jahre
Pfarrei St. Michael auf Seelisberg.
von
1457 – 2007
Kurzer Historischer Rückblick auf 550 Jahre Pfarreigeschichte Seelisberg.
Die bäuerliche Siedlung auf dem Berg wurde ursprünglich „Cinglin“
genannt und erscheint mit Urkunde vom 07. Mai 1262. Am 1. Brachmonat
1284 besass „Cinglin“ ein eigenes Gotteshaus, als Tochter-Kaplanei der
Landes-Kirche Altdorf.
„Cinglin“ war zinspflichtig an das Fraumünster-Kloster Zürich und
zehntenpflichtig an das Kloster Engelberg für die Spreitenbachschen
Güter.
Die damalige Berg-Kapelle stand nicht am bisherigen Standort. Sondern einwenig bas hinten nach einer alten schriftlichen Ueberlieferung von Jost Niklaus Truttmann. Er war Kirchenvogt auf Seelisberg von 1758 – 1760.
1349 am 16. Wintermonat löste Bischof Ulrich von Konstanz den Kirchenbann der Landeskirchen, Bürglen, Silignom und Altdorf mit den Filialen. So auch von „Cinglin“. Nach einer Glockeninschrift 1384, 1359/1360 wurden der Kapelle auf „Seewlisperg“ besondere Ablässe verliehen. Erwähnt wird ein „Ulricus, Rektor uf Zingel old Seelisberg“.
Die Kirchliche Selbständigkeit erhielt „Seewlisperg“ mit Urkunde vom 04. März 1418. Sie lösten sich mit 34 rheinischen Gulden vom Zehnten des Fraumünster-Klosters Zürich. Ab dieser Zeit durfte Seewlisperg einen Leutpriester (Pfarrer) anstellen. Die Zehntenpflicht-Ablösung vom Kloster Engelberg der spreitenbachschen Güter erfolgte am 07. Januar 1452, für 25 Pfund NW (12.5 Gulden = Fr. 21.87.)
In einer Urkunde von 1453 bezeichnete die Filialkirche von Seewlisperg den Heiligen Michael als Schutzpatron, mit Festtag am 29. September als „Patrozinium“.
Als wichtiges Datum für die 550 jährige Jubiläumsfeier war die Urkunde vom 08. Aug. 1457. Darin bestätigt Johannes, der Generalvikar des Bischofs Heinrich IV von Konstanz, dass er die Pfarrkirche von „Seewlisperg“, ihr Fundament, ihren Altar und den Friedhof neu geweiht habe. Im ausgefertigten und noch vorhandenen „pergamenen Instrumente“ ausdrücklich Pfarrkirche genannt wurde.
(Rekonsekravius parietes ecclesie Parrochialis in seblisperg, ad idem eiusdem ecclesis fundamentum, altare et Cimiterium reconcliavismus)
Dieser Tatsache gilt die heutige Jubiläumsfeier. Ab dieser Zeit war die Kirche von „Seewlisperg“ für Gottesdienste und das priesterliche Amt geöffnet.
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