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b_150_0_16777215_00_images_stories_Bilder_bestehende_Bildstoecklein.jpg Ein jedes hat eine besondere Eigenart als Wegzeichen auf dem Kilchweg. Es mahnt heute wie früher zu kurzer Besinnung. Eine alte March-Urkunde weist nach, dass an der alten Landstrasse von Emmetten nach Seelisberg, auf dem Lückenboden ein Helgenstock bestanden hat. Mit dem Bau der Fahrstrasse 1872 durch die Laui ist eines der ältesten Bildstöcklein eingegangen.

 

 

 

 

b_150_0_16777215_00_images_stories_Bilder_1_Samichlaus-Egg.jpg No.01 Samichlaus-Egg an der Treib

In der Treibweid auf einem Felssporn gegen Brunnen steht der Bildstock „St. Niklaus“ als Patron der Schiffsleute. Mit dem Neubau des Treibhauses wurde es erneuert. Die Seeleute-Bruderschaft und die Nauengesellschaft auf dem Vierwaldstättersee hat schon seit dem 13. Jahrhundert bestanden.

Daraus entstand die St. Niklausen-Gesellschaft, unter dem Patronat des hl. Bischof Niklaus. Im Volksmund nannte man die Schiffsleute Seeknächte oder Seegusler. Die Seeleute gaben sich eine zunftmässige Ordnung, um die von der Obrigkeit erhaltenen Rechte und Pflichten zu sichern. Vor dem Brand des damaligen Treibhauses vom 01. Januar 1658 wurde für den Transport von Waren und Personen bestimmt:

Sobald der Schiffherr ein Gefährt verdingt hatte, so sollen die Schiffsleute abfahren. Trat während der Fahrt starker Westwind oder Föhn auf, so hatten sie zur Sicherheit ans Land zu rudern. An der Treib konnte man jederzeit anrudern, auch gab es Herberge. Das Bildstöcklein am Klausenegg hat heute noch seinen Platz als Primat der Bildstöcklein.

 

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No.02 Marienbild am Treibhaus.

Auf der Seeseite des Treibhauses ist ein Bild von Maria und schützt die Seefahrer. Das Original ist heute im Tagsatzungssaal. Am Fuss des Bildes steht der Spruch:

„Mit deiner Hilfe sieh uns an/ vorm Feind b’schütze uns fordan/ Hunger und Pest wende hindan/ in todsnot nümb dich unser an.“

 

 

 

 


b_150_0_16777215_00_images_stories_Bilder_Bildstock_Waser.jpgNo.03 Volligen, im Regenloch

Am Weg von Treib nach Schwybogen, befindet sich im „Regenloch“ in einer Felsnische, eine geschnitzte Muttergottes-Statue mit Jesuskind.

 

 

b_150_0_16777215_00_images_stories_Bilder_4_Oberrueti.jpg No.04 Marienbild in der Oberrüti

Am alten Fussweg von der „Fischi“ über die Grossweiden zur Oberrüti liegt ein grosser Granitfindling. In einer kleinen Höhlung ist ein „Heiligenhüsli“ eingebaut. Das Datum am Sturz ist 1786, an der Seite der Nische steht die Gebetsinschrift:

Wenn in schwerem Unglück, wenn mich verlockt der Sünde Lüge Lust, dann Maria, allzeit Reine, zieh mich an deine Mutterbrust

 

b_150_0_16777215_00_images_stories_Bilder_5_Kalcherli_alt.jpg No.05. Bildstock im Kalcherli alt

Hier kreuzten sich früher vier wichtige Wege. Bei der Abzweigung der alten Landstrasse nach Wissig und der Allmendgasse gegen die Oberhofstatt war früher freistehend ein gemauertes Bildstöcklein. Beim Bau der Landstrasse 1872 wurde der Standort versetzt und beim Kalcherlihaus auf der Mauer auf ein „Nössli“ gestellt. Im Dachgiebel standen die Worte:
Rette deine Seele.

b_150_0_16777215_00_images_stories_Bilder_5_Bildst.Kalcherli_neu.jpg Heute hat es seinen Platz in einer kleinen Mauernische. Das alte Bildstöcklein im Kalcherli war gemauert und mit einem Schindeldach versehen.

(1836, alt Kirchenvogt Michael Aschwanden ist beauftragt, das kleine Cäpeli im Kalcherli zu verbessern. 1846, dem Joh. Josef Aschwanden für Schindeli zu machen und zu decken des Capeli im Kalcherli Kosten 2 Gulden 30 Schilling.)

 

 


b_150_0_16777215_00_images_stories_Bilder_Vater_unser_111.jpgNo.06 Vater unser Weg im Tannwald

Mit dem Ausbau des Weg der Schweiz 1991, erstellten die Zürcher Landeskirchen den Vater unser Weg vom Kalcherli zur Marienhöhe mit beschrifteten Bildtafeln. Diese gehören heute zum Inventar vom Weg der Schweiz. Das Vater unser Gebet ist abschnittsweise auf 9 Tafeln am Weg verteilt.

 

b_150_0_16777215_00_images_stories_Bilder_7_Schienenmatt.jpg No.07 Bildstock an der Wissigstrasse

1980 wurde an der neuen Strasse von Seelisberg nach Wissig, in der Nähe der Schienenmatt, durch Spenderfamilien ein Bildstock erstellt. Er beinhaltet ein Bild aus der Osterwoche von Gebhard Fugel.

 

 

b_150_0_16777215_00_images_stories_Bilder_8_Marienhoehe.jpg No.08 Bildstock Marienhöhe

Als Dank für die Verschonung der Schweiz in den Kriegswirren von 1945 wurde das Bildstöcklein gemauert und am 08. Sept. 1945 mit einer Prozession von der Kapelle Sonnenberg nach Marienhöhe durch den damaligen Ortspfarrer Eduard Baumgartner eingeweiht.

 

 

 

 

b_150_0_16777215_00_images_stories_Bilder_9_Seelisbergerjaeger.jpg No.09 Bildstock der Jäger

In der Laui, an der Strasse zum Niederschwandli-Oberschwand ist in einer Felsennische ein Gedenkzeichen der Seelisberger Jäger-Gilde. Mit Eintrag der verstorbenen Jäger.

 

 

 

 


b_150_0_16777215_00_images_stories_Bilder_10_Abraham_frueher.jpg

No.10 Bildstock im Abraham früher

Als wohl ältesten darf man den Bildstock „zum Abraham“ am Eingang ins Schlossgut Beroldingen bezeichnen. Es war aus vier Steinplatten zusammengefügt. In der Nische hatte es ein gemaltes Bild.

Die Darstellung zeigte:
Abraham und Isaak steigen zum Opfer auf den Berg Moria hinauf, die Zuschrift lautet:
Abraham und Isaak waren gehorsam und Jesus Christi (gehorsam) bis zum Tode des Kreuzes.

Das gemalte Bild ist leider nicht mehr vorhanden. Aus einem Schreiben der Justizdirektion Uri von 1970 (Zeichen: TL. No. 178 / 1968 geht hervor, dass der Abraham-Bildstock 1968 im kantonalen Schutzverzeichnis aufgenommen wurde.

 

b_150_0_16777215_00_images_stories_Bilder_Abraham_aussen.jpg b_150_0_16777215_00_images_stories_Bilder_Abraham_aab.jpg Diese Tafel konnte der Kirchenrat erwerben, damit im Bildstock wieder das Bild des Abrahams vorhanden ist. (Es zeigt den Engel der Abraham von der Tötung von seinem Sohn Isaak ab hält.)
Daher der Spruch: Halt ein Abraham. 

b_150_0_16777215_00_images_stories_Bilder_11_Rubenzingel.jpg No.11 St. Antoni im Rubenzinge

Etwas abseits durchgehender Wegsame steht seit 1975 am Waldrand im Rubenzingelgebiet ein Bildstock, der dem hl. Antonius geweiht ist. Leider wird seit Jahren dieser Berggottesdienst hier nicht mehr gefeiert.

 

 

 

 

 

b_150_0_16777215_00_images_stories_Bilder_Bild_vom_Thor.jpg Das „Thor“ am alten Kilchweg.

Das legendäre „Thor“ am alten Kilchweg teilte die Gemeindelandschaft und die Bewohner in die, „ob dem Thor“ und die „unter dem Thor“. Das „Thor“ am alten Kilchweg ob dem Hotel Löwen hatte seine Aufgabe wegen des früher geltenden allgemeinen Weidgangs zu den Allmendweideplätzen in der Gemeinde. Man findet diese Bezeichnung in den alten Urkunden und Dorfbeschlüssen, wo der Weidgang bestimmt wurde und auch die Allmendwerkmeister und Bannwarte an der offenen Dorfgemeinde gewählt wurden.

Mit dem Bau der Strasse von Sonnenberg bis Treib hat das „Thor“ seine alte Bestimmung verloren. Als einstige Tradition benutzen wir heute den Ausdruck die „ob dem Thor“ und die „unter dem Thor“ für die Bezeichnung der Standorte der Weg-Kreuze. Auch die gedeckte Hütte mit Sitzbank ob dem Löwen ist heute nicht mehr vorhanden. Das seiner Zeit dabei stehende Kreuz wurde an die Strasse beim „Schieben-Boden“ verlegt.